Forum 5: Hochschulkarriere als „Hazard“ Podiumsdiskussion und Nachwuchsbörse
Organisation: Dana Giesecke, Christine Wimbauer
Moderation: Andrea Eickmeier (Universität Kiel)
Inputreferat: Dr. Sandra Beaufays (Universität Graz)
DiskutantInnen: Prof. Dr. Jens Beckert (Direktor des MPI für Gesellschaftsforschung Köln), Dr. Dorothea Rüland (Vize-Generalsekretärin des DAAD), Prof. Dr. Uwe Schimank (FernUniversität Hagen), Dr. Silke van Dyk (Universität Jena), Juniorprof. Dr. Marita Jakob (Universität Mannheim), Dr. Torsten Niechoy (Universität Göttingen).
Erstmals bei einem deutschen Soziologiekongress gab es in München 2004 eine Sonderveranstaltung, in der Probleme des Nachwuchses in den Mittelpunkt gestellt wurden. Diese »Inter-Generationen-Initiative« (IGI) soll in Kassel wissenschaftliche Karriereverläufe behandeln. Akademisch etablierte Soziologinnen und Soziologen werden dabei ihre Erfahrungen mit jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern austauschen, die entweder die Hochschullaufbahn bereits eingeschlagen haben oder sich diese erhoffen. Es sollen nicht nur institutionelle Vorgaben und die zeitliche Gliederung von Karrieren dargestellt werden, vielmehr auch der »geheime Konsens«, durch den unausgesprochen soziale Beziehungen, Machtstrukturen und informelle Hierarchisierungen miteinander verknüpft werden. Von zentralem Interesse ist, wie Wissenschaftler »gemacht« werden, was Erwartungen der scientific community an fachliche Leistungen ebenso einschließt wie die an bestimmte kommunikative und organisatorische »soft-skills« – und vielleicht am wichtigsten: Habitusformen. Dazu mögen Ratschläge von Etablierten nützlich sein, beispielsweise wie man eigene Arbeiten erfolgreich plaziert (von der sprachlichen Seite bis zum Einblick in die fachinternen Rankings von Publikationsorten). Es sollen aber auch die Jüngeren zur Sprache kommen und deren Erfahrungshintergrund mit befristeten Arbeitsverhältnissen, großem Erwartungs- druck und unsicherer Zukunftsperspektive (denn dass das Erreichen eines Professorenamtes ein »Hazard« sei, hat sich seit Max Weber kaum geändert).
All diese Aspekte werden zuerst in einer Podiumsdiskussion (18-20 Uhr) mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen akademischen Statuslagen erörtert und anschließend in einer Nachwuchsbörse (20-21 Uhr) in kleineren Diskussionsrunden vertieft. Dabei sollen auch konkrete Informationen zu Förderungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten gegeben werden. Hierzu präsentieren wichtige Forschungsförderungseinrichtungen ihre jeweiligen Angebote. Bisher haben das Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF), das Cusanus-Werk, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Hans-Böckler-Stifung (HBS), Heinrich-Böll-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung zugesagt.
Dipl. Soz. Dana Giesecke
Technische Universität Dresden
Institut für Soziologie
01062 Dresden
fon: +49-[0]351 463 37404
fax: +49-[0]351 463 37113
e-Mail: dana.giesecke@mailbox.tu-dresden.de
Dr. Christine Wimbauer
Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe
Liebe‘, Arbeit, Anerkennung
Institut für Soziologie der FAU Erlangen-Nürnberg und
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Regensburger Str. 104 (Postanschrift)
90478 Nürnberg
fon: +40 (0)911 179-5660
e-Mail: Christine.Wimbauer@iab.de
Datum/Zeit: 12.10.06, 18:00 Uhr
Ort/Raum: Kongresslounge













