KULTURELLES RAHMENPROGRAMM


5 Tage bis zum Ende der Kunst / 31.05. bis 26.11.2006 / Kunsthalle Fridericianum

Unter dieses frei nach Joseph Beuys zitierte Motto stellt die Kunsthalle Fridericianum eine Reihe von Ausstellungen, die keineswegs das schon so oft beschworene »Ende der Kunst« proklamiert, sondern nach den Bedingungen einer zeitgemäßen künstlerischen Praxis sucht und aus verschiedenen Perspektiven nach der politischen und gesellschaftlichen Relevanz zeitgenössischer Kunst und der Zukunft des Ausstellens und Kuratierens fragt.
5 Tage bis zum Ende der Kunst wird von Mitgliedern der Kuratorenwerkstatt konzipiert, die – besetzt mit jungen internationalen Kuratorinnen und Kuratoren – seit 2003 ein zentraler Bestandteil im künstlerischen Programm der Kasseler Kunsthalle unter der Leitung von René Block ist.
Im Oktober 2006 werden aus der Reihe der thematisch und zeitlich ineinander greifenden Ausstellungen der Reihe, die Projekte der Kuratorinnen Alina Serban (Rumänien) und Birgit Eusterschulte (Deutschland) zu sehen sein.
Kunsthalle Fridericianum,
Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel
fon +49 (0)561 707 27 20
fax +49 (0)561 77 45 78
http://www.fridericianum-kassel.de
presse@fridericianum-kassel.de
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr
Führungen
Jeden Sonntag um 15.00 Uhr
Individuelle Führungen nach Anmeldung
Teilnehmer des Kongresses erhalten einen ermäßigten Eintritt von 1 Euro.


Archiv der Deutschen Frauenbewegung / Di – Do 12.00 bis 16.00 Uhr / Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung, Gottschalkstr. 57

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel wurde am 8. März 1984, dem Internationalen Frauentag, mit dem Ziel eröffnet, Dokumente zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland von 1800 bis 1970 zu sammeln und zu archivieren. Angestrebt wird, die Frauenbewegungen nicht nur in ihrem Bestand zu bewahren, sondern auch durch Publikationen, Vorträge und Veranstaltungen ihre Bedeutung ins Bewusstsein der heutigen Gesellschaft zu tragen. Durch diese Sammel- und Forschungstätigkeit soll dem Vergessen von Frauengeschichte entgegen gewirkt werden.•In der Bibliothek werden Textdokumente zu Frauenalltag und Frauenbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts gesammelt. Der Bestand umfasst ca. 24.000 Bücher und über 900 Zeitschriftentitel, die fortlaufend ergänzt werden.

•Im stetig anwachsenden Archiv befinden sich Unterlagen von Frauenvereinen und -institutionen sowie Nachlässe von bedeutenden Frauenpersönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts, des weiteren Sammlungen und Autographen. Im Pressearchiv werden Zeitungsausschnitte aus zahlreichen Fachzeitschriften gesammelt, es findet sich dort Material zu über 1.000 Personen, Körperschaften und thematischen Schlagworten. Der Fotobestand umfasst zur Zeit etwa 3.000 Abbildungen, die teilweise bereits digitalisiert sind.

•Die Bestände sind zum größten Teil online recherchierbar (www.addf-kassel.de). Alle Materialien stehen zur Benutzung im Hause zur Verfügung, Bilder werden gegen Gebühr auch ausgeliehen.

•Zwei Mal im Jahr erscheint die Zeitschrift »Ariadne – Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte«, sowie in loser Folge die Schriftenreihe des Archivs der deutschen Frauenbewegung. Das Redaktionsteam der Ariadne wurde 2001 von der Hessischen Landesregierung mit dem Elisabeth-Selbert-Preis ausgezeichnet.

•Durch Lesungen, Vorträge, Seminare und Ausstellungen hat sich das Archiv der deutschen Frauenbewegung als unabhängige Kultureinrichtung etablieren können. Dafür erhielt es 1991 den Kulturförderpreis der Stadt Kassel.

•Seit 1986 werden eigene Forschungsarbeiten durchgeführt bzw. angeregt, damit die Geschichte der deutschen Frauenbewegungen auch in der Wissenschaft breiter verankert werden kann.

Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung,
Gottschalkstr. 57, D-34127 Kassel
fon +49 (0)561 – 989 36 70, fax +49 (0)561 – 989 36 72,
info@addf-kassel.de
www.addf-kassel.de
Öffnungszeiten: Di – Do 12.00 bis 16.00 Uhr und nach Vereinbarung


Das wird ja immer Dolly / Beginn am 10.10.2006 / Caricatura

Karikaturenausstellung zum 33. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie “Die Natur der Gesellschaft”

Karikaturen begleiten seit vielen Jahrhunderten unser gesellschaftliches Leben. Dabei hinterfragen, kritisieren und kommentieren sie nicht nur politische Vorgänge und gesellschaftliche Absonderheiten, sondern sie sind auch Diskussionsanstoß.
Die Ausstellung »Das wird ja immer Dolly« greift die Frage nach dem Fluch oder Segen der Lebenswissenschaften auf. Der satirische Blick auf dieses Dilemma kommt zu erstaunlichen und erhellenden Ergebnissen bei den vielschichtigen Facetten des Kongresses, wie dem demographischen Wandel und den Aufgaben der Familie, den Schönheitsidealen und Körpernormierungen, der Bildung und Erziehung, der Biopolitik und Ökonomisierung, der Gewalt und Macht, dem Krieg und Terrorismus, aber auch bei gesellschaftlichen Totalereignissen, wie Naturkatastrophen und deren Auswirkungen. Ziel hierbei ist es nicht, die Themen und Standpunkte zu boulevardisieren. Die Karikaturen sollen den immanenten inhaltlichen Beiträgen einen weiteren Rahmen geben, der einerseits zwar »leicht« daherkommt, andererseits aber pointiert den Diskurs unterstützt.
Präsentiert wird eine Zusammenstellung von Arbeiten der renomiertesten Karikaturisten Deutschlands.


Rundgang zu Denkmälern für die Opfer des Nationalsozialismus in Kassel mit Gunnar Richter / Murhardsche und Landesbibliothek, Weinbergstrasse

Denkmäler für die Opfer des Nationalsozialismus spiegeln in vielfältiger Weise Aspekte der Erinnerungskultur und Fragen des Umgangs mit der NS-Vergangenheit wider. Sie sind nicht nur künstlerische Zeugnisse zur Erinnerung an die Verfolgten, sondern auch in hohem Maße Ausdruck der Zeit, in der sie gesetzt wurden. Gunnar Richter wird auf dem Rundgang am Beispiel von sieben Mahnmalen einen chronologischen Überblick über Denkmäler für NS-Opfer in Kassel vom Beginn der 50er Jahre bis in die Gegenwart geben und dabei auf die genannten Aspekte eingehen. Der Rundgang beginnt vor dem Haupteingang der Murhardschen und Landesbibliothek in der Weinbergstrasse und dauert ca. zwei Stunden. Den Abschluss bildet der von dem international bekannten Künstler Horst Hoheisel gestaltete »Aschrottbrunnen« vor dem Kasseler Rathaus.
Dr. Gunnar Richter ist Leiter und Mitbegründer der Gedenkstätte Breitenau. Er hat in Kassel Gesellschaftslehre und Kunst studiert und in Geschichte promoviert. Die Idee und Konzeption für den Rundgang entstanden als kulturelles Angebot der Gedenkstätte Breitenau parallel zur documenta X. Die Gedenkstätte Breitenau befindet sich in Guxhagen bei Kassel und erinnert mit einer Ausstellung, einem Archiv und vielfältigen pädagogischen Angeboten an die Opfer und Verfolgten, die dort während der NS-Zeit in einem frühen Konzentrationslager und späteren Arbeitserziehungslager inhaftiert waren. Eine der Gefangenen war die jüdische Ärztin Lilli Jahn, die von Breitenau nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.
Gedenkstätte Breitenau,
Brückenstrasse 12, D-34302 Guxhagen,
fon: +49 (0)5665 35 33
gedenkstaette-breitenau@t-online.de
www.gedenkstaette-breitenau.de


Vernissage / Dienstag, 10.10.2006 / Caricatura

Die Ausstellung “Das wird ja immer Dolly” wird am Dienstag, den 10. Oktober 2006 um 21.00 Uhr in der Kongress Lounge eröffnet.


Kulturveranstaltung – Ostdeutschland / Mittwoch 11.10.2006 21:00-23:00 / n.a.

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, und Netzwerk Ostdeutschlandforschung: Die Rollende-Road-Schau 2006 stellt sich vor

Filmmaterial, Diskussionen, Trainingscamp zur Verwilderung Schwedt – Berlin

Seit dem Jahr 2000 veranstaltet die Volksbühne jährlich die Rollende-Road-Schau, kurz RRS. Sie ist Ausdruck des “erweiterten” Theaterbegriffs der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.In diesem Jahr wird die Rollende-Road-Schau “Trainingscamp zur Verwilderung” in einer ersten Phase in Schwedt/Oder (Juni 2006) und in einer zweiten Phase im Prater der Volksbühne in Berlin (Juli 2006) stattfinden. Das “Trainingscamp zur Verwilderung” soll ein Versuch sein, wildwüchsiges Denken und Handeln zu fördern, um sowohl in der Peripherie als auch in den Zentren mit Versionen einer Gesellschaft zu spielen, deren Leitmotiv für Gemeinschaft nicht allein der Besitz von Erwerbsarbeit ist. Die Bewegung aus Berlin heraus nach Schwedt folgt der Annahme, dass in Schwedt das Ausmaß und die Auswirkungen eines gesellschaftlichen Umbaus durch die Verdichtung von Prozessen wie dem massenhaften Abbau von Arbeitsplätzen, dem groß angelegten Abriss von Architektur und Bevölkerungsabwanderung deutlich werden. Gerade weil in Schwedt offensichtlich wird, dass es einen lebenspraktischen Abschied von einem Zukunftsbegriff geben muss, der auf immer währendes Wachstum gegründet ist, ist es interessant, dort nach Alternativen zu suchen. Was passiert, wenn Mehr nicht mehr geht, was und wer bleiben zurück? Was kann man von Menschen lernen, die bleiben? Was wächst an Orten, die schrumpfen? Da die RRS mit Mitteln des Theaters die »lebenspraktischen« Probleme von Menschen in einer Überlebensgesellschaft aufgreift, bestehen vielfältige Beziehungen zu den sozialwissenschaftlichen Ansätzen einer “neuen Ostdeutschlandforschung”. Im Anschluss an das Forum “Paradigmenwechsel in der Forschung zu (Ost)deutschland” soll die RRS in einer Abendveranstaltung Gelegenheit haben, ihre Erfahrungen des Jahres 2006 vorzustellen. Gezeigt und diskutiert werden Filmmaterial und Projekte des “Trainingscamps zur Verwilderung2 in Schwedt und Berlin.


Die Fachschaftsparty / Donnerstag, 12.10.2006 / Kongresszelt

Am Donnerstag, den 12. Oktober findet im Kongresszelt die Fachschaftsparty statt.



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