POSTERSESSIONS & AUTHORS MEET CRITICS


Author meets Critic: Joachim Radkau / a:1:{i:0;s:4:"2601";}

Organisation: Karl-Siegbert Rehberg
Joachim Radkau (Bielefeld): “Max Weber. Die Leidenschaft des Denkens”, München: Hanser 2005

Referate: Uta Gerhardt, Helmut Lethen, Joachim Radkau, Karl-Siegbert Rehberg, Constans Seyfarth

Großes Aufsehen erregte die – nach dem, wenn auch seinerseits nicht unproblematischen, weiterhin jedoch nicht verzichtbaren „Lebensbild“ Marianne Webers (1926) – erste umfassende Biographie, des „Mythos von Heidelberg“, welche Person und Werk durch eine Darstellung „Leidenschaften“ zu verklammern sucht. Mit dem Thema des Kasseler Kongresses hängt das Buch auf das Engste zusammen, insofern Joachim Radkau – der sich als Chronist der bürgerlichen Zeitkrankheit der „Neurasthenie“ bereits einen Namen gemacht und für diese neue Arbeit zugleich einen Rahmen geschaffen hat – die „Natur“ auf unterschiedliche Weise ins Spiel bringt, einerseits deren „Vergewaltigung“ mit Blick auf Blutsbande, „Kameradschaftsehe“, Entfesselung und Blockade von Kreativität, nervliche Belastungen etc. Dem sei die „Rache der Natur“ gefolgt, angetrieben vom „Dämon“, (aber auch dem „Rätsel“) der Sexualität. Schließlich wird als der Tragödie letzter Teil eine, selbst wieder nicht „natur“-freie, „Erlösung und Erleuchtung“ in den Blick gerückt: archetypisch verbinden sich leibliche Liebe und früher Tod. Thematisiert werden die natürlich-triebhaften Kräfte in ihrer Spannung zur kulturellen Arbeit, d.h. ihrer Bändigung, Kanalisierung, Sublimierung. Kritiker warfen dem Autor vor, Weber ganz aus einer „Schlüssellochperspektive“ gedeutet zu haben, dass er also Biographik durch Voyeurismus ersetze. Demgegenüber sehen andere Leser eine viel breiter angelegte Erschließung biographischer Kausalitäten und gesellschaftlicher Sinnhorizonte.

Datum/Zeit: 12.10.06, 14:00 Uhr
Ort/Raum: Giesshaus der Universität Kassel


Author meets Critic: Arnim Nassehi und Hartmut Rosa / a:1:{i:0;s:4:"2601";}

Organisation: Heinz Bude
Armin Nassehi: „Der soziologische Diskurs der Moderne“, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2006
Hartmut Rosa: „Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne“, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2005
Kritiker: Andreas Reckwitz, Wolfgang Bonß, Joachim Renn

Datum/Zeit: 12.10.06, 16:30 Uhr
Ort/Raum: Giesshaus der Universität Kassel


Author meets critic: Eva Illouz

Organisation: Martina Löw (Darmstadt), Gabriele Mordt (Halle)
Eva Illouz (Jerusalem): „Gefühle in Zeiten des Kapitalismus“
Moderation: Mechthild Bereswill (Frankfurt/Main), Martina Löw (Darmstadt)

Kritiker: Helena Flam (Leipzig), Martin Hartmann (Frankfurt/Main)

Datum/Zeit: 10.10.06, 19:15 Uhr
Ort/Raum: Kongresslounge


Postersession

Die Postersession finden Sie in den Kongresszelten. Die Poster werden über den gesamten Zeitraum ausgestellt.

Anke Draude: Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit
Stefanie Kley: Die „Natur“ als Faktor in Migrationsentscheidungen
Susan Böhmer, Kalle Hauss: Wissenschaftlicher Nachwuchs
Lars Kroll, Thomas Lampert: Sozial differentielle Mortalität – Zum Einfluss von ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital
Dr. N. Sausmikat: Beijing Case - ein Künstlerprojekt zum Thema Megacity
Anna Körs: Der Raum und seine Bedeutungen. Eine empirische Untersuchung zu Symbolisierungsprozessen am Beispiel ausgewählter Kirchen im Ostseeraum
Joscha Legewie, Arno Simons: Zur Rationalität von Selbstmordattentätern
Monja Schmitt: Alle Menschen sind gleich - und manche sind gleicher? (Sekundäranalyse zum Einfluss des Familienalltags auf Bildungschancen)
Katja Marjanen: Einstellung zu Geschlechterrollen und Hausarbeitsteilung in Paarhaushalten

Simone Schneider, Thomas Lampert, Frank Jacobi:  Arbeitslosigkeit und psychisches Wohlbefinden

Ort/Raum: Kongresszelte



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